Sam KT 3Spiel_s_nochmal_Sam_10Spiel_s_nochmal_Sam_4Spiel_s_nochmal_Sam_14Spiel_s_nochmal_Sam_15 Berliner Erstaufführung

Spiel’s nochmal, Sam

von Woody Allen

Regie: Matthias Witting

Mit: Tilmar Kuhn, Laura Leyh, Mirko Böttcher, Boris Freytag, Stella Denis-Winkler

Der Kritiker Allan Felix (!) verbringt seine Tage in Kinos, wo er sich, mehr Fan als Kritiker, mit den Liebesabenteuern seiner Leinwandhelden identifiziert. Seine Frau Nancy lässt sich von ihm scheiden. Einige Zeit später erscheint ihm sein größtes Kinoidol Humphrey Bogart als Rick und gibt ihm gute Ratschläge zum Thema Frauen: „Weiber sind primitiv. Ich bin noch keiner begegnet, die nicht ne kräftige Ohrfeige kapiert hätte.“ Allan Felix schöpft wieder Hoffnung. Mit dieser Unterstützung wird er bestimmt eine finden. Doch die Frauen des Alltags sind zu real und stark für sein geringes Selbstbewusstsein. Außerdem ist er nicht der einzige, der ein Liebesproblem hat. Auch zwischen seinen Freunden Dick und Linda kriselt es…
Das von Woody Allen selbst in den 70er Jahren verfilmte Stück, ist inzwischen nicht nur ein Bühnen-, sondern auch ein Leinwandklassiker.

„Nun hat Matthias Witting das Stück mit viel Witz und Gespür für Zwischentöne inszeniert. Nach seiner Regiearbeit ‚Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull‘ dürfte ihm damit ein weiterer Erfolg an gleicher Stelle sicher sein.
Ein Grund dafür ist natürlich auch das hervorragende Schauspieler-Quartett. Allen voran Tilmar Kuhn als Allan, der in Mimik und Gestik absolut an Woody Allen erinnert und dennoch einen ganz eigenen hilflosen Stadt- und Liebes-Neurotiker verkörpert.
Mindestens ebenso einsam wie Allan ist Linda, deren Gatte permanent dem nächsten großen Coup hinterher jagt. So naiv-verhuscht wie pragmatisch gespielt von der bezaubernden Laura Leyh. Herrlich auch Mirko Böttcher als ihr Angetrauter Dick. Als besonders wandlungsfähig erweist sich Stella Denis-Winkler in allen weiteren Frauenrollen. Komödiantisch in Bestform zeigt sich auch Boris Freytag als ultracooler Bogey.
Ein beschwingter Abend zwischen Komik und Melancholie.“
Berliner Morgenpost