Das Bildnis des Dorian Gray

Das Bildnis des
Dorian Gray

Nach dem Roman von Oscar Wilde
Für die Bühne bearbeitet von John von Düffel

Regie: Boris von Poser
Bühne: Andreas Gehlhaar
Kostüme: Dietrich von Grebmer

Mit: Florian Bartholomäi, Matthias Freihof, Stella Maria Adorf, Julia Katzer, Stefan Kreissig, Patrick Rupar

Dorian Gray verfällt dem Wunsch nach ewiger Jugend, nachdem Lord Henry, ein Prototyp der Selbstbezogenheit, ihm seine hedonistischen Maximen eingetrichtert hat.
„Warum kann ich nicht für immer jung bleiben, während das Bild an meiner Stelle altert!“, ruft Dorian Gray aus, als er das Porträt sieht, das Basil Hallward von ihm gemalt hat. Sogar seine Seele würde er dafür geben. Sein Wunsch wird auf magische Weise erfüllt. Die Bestürzung ist zunächst groß, als Dorian die erste tatsächliche Veränderung am Porträt wahrnimmt, nachdem er seine verschmähte Verlobte in den Selbstmord getrieben hat. Denn das Portrait zeigt nicht etwa nur das äußerliche Altern Dorians, sondern wird vielmehr zu einem Abbild seiner Seele und spiegelt mit wachsender Grausamkeit die Spuren seiner inneren Verderbtheit wieder. Aus dem mit Schönheit gesegneten Dorian wird ein zum Bild Verfluchter, der das Porträt – sein wahres Gesicht – auf dem Dachboden vor den Augen der Welt versteckt.
Der packende Stoff Oscar Wildes um Moral, Hedonismus, Dekadenz und schließlich den Kult um ewige Jugend hat nichts von seiner Aktualität verloren und gehört zum festen Kanon der Weltliteratur.

„Von Poser ist eine schwungvolle Inszenierung ohne Längen gelungen. (…) Auch die Schauspieler machen ihre Sache gut. Matthias Freihof glänzt als Dorians hinreißend verdorbener Mentor Henry. Und Florian Bartholmäi zeigt in seiner ersten Theaterrolle, dass er zwiespältige Charaktere auch auf der Bühne verkörpern kann. Sehenswert!“ B.Z.

„(…) mit vielen eleganten Reflexionen zu Kunst und Leben, Wahrheit und Pflicht, Begehren und Überdruss, mit scharfzüngigen Dialogen und tollen Bonmots ausgeführt. (…) Kurz und gut: ‚Das Bildnis des Dorian Gray‘ ist ein Klassiker, was sich auch daran erweist, dass die Adaption John von Düffels (…) wunderbar funktioniert.“
Berliner Zeitung